Studiert ohne Abitur – und mit großem Erfolg

Studieren ohne Abitur - und mit großem Erfolg - Patrick Ramme

Patrick Ramme hat an der Hochschule Harz berufsbegleitend seinen Bachelor BWL gemacht und startet jetzt im MBA.

Herr Ramme, Sie haben Ihr berufsbegleitendes BWL-Studium an der Hochschule Harz ohne klassische Hochschulzugangsberechtigung begonnen. Haben Sie das als nachteilig empfunden? Wie haben Sie Ihren Studienstart erlebt?
Nein, habe ich nicht. Es war sicher nicht einfach, aber wenn man den Willen hat, solch ein Studium neben der Arbeit zu stemmen, dann schafft man auch das. Glücklicherweise haben wir in Sachsen-Anhalt die Möglichkeit, über eine Immaturenprüfung Zugang zur Hochschule zu finden.
Zu Beginn war ich durch die fehlende Hochschulzugangsberechtigung Zertifikatsstudent und musste mich schnell mit der Situation zurechtfinden kontinuierlich zu lesen, zu recherchieren und zu lernen. Das war am Anfang sehr stressig und nicht immer einfach. Da mir aber durch das TransferZentrum und die jeweiligen Dozenten immer bestmögliche Unterstützung hinsichtlich der Planung und Koordination gegeben wurde, konnte ich mich voll und ganz aufs Studieren konzentrieren.

Warum haben Sie an der Hochschule Harz studiert? Warum berufsbegleitend?
Als ich meine Selbstständigkeit aufgab, wusste ich, wenn ich im Leben etwas erreichen möchte, muss ich etwas dafür tun! Ich sagte mir: “Als normaler Arbeiter kannst du nichts veränden! Du musst dich weiterentwickeln und dir ein Fundament bauen, mit welchem du die Möglichkeit bekommst, dein Erlerntes zu nutzen und vielleicht mal selber ein Unternehmen zu leiten.
Die Hochschule Harz war für mich zum einen wegen der Ortsnähe ausschlaggebend und zum anderen habe ich einige Freunde, welche hier studierten und mir von vielen positiven Erfahrungen berichteten.

Inwieweit wurden Sie von der Hochschule organisatorisch unterstützt?
In allen Belangen wurde ich durch die Hochschule bzw. durch Frau Koch unterstützt. Wenn es darum ging Räume zu reservieren, um kurze Vorbereitungen zu besprechen oder wenn man inhaltliche Fragen hatte. Ich kann mich an eine Situation erinnern, da hatten viele von meinen Kommilitonen keine konkrete Vorstellung, was der Dozent in der Klausur alles abfragen würde und verstanden zum Teil auch die Inhalte nicht. Ich schrieb kurzerhand die Dozentin an und fragte, ob es möglich wäre, unter der Woche am Abend eine kurze Telko zu organisieren. Sie schrieb noch am selben Tag zurück und gab mir 2 Termine vor, welche ich dann mit meinen Kommilitonen kommunizierte. Alles in allem ist das Studium schon sehr gut auf die Bedürfnisse von Berufstätigen ausgelegt.

Im Wintersemester beginnen Sie auch mit dem berufsbegleitenden MBA-Studium. Was erhoffen Sie sich davon – beruflich und persönlich?
Persönlich erhoffe ich mir eine Weiterentwicklung hinsichtlich Führungsqualitäten, Selbstreflexion und unternehmerischem Denken. Beruflich erhoffe ich mir, was sich alle erhoffen, welche ein solches Studium neben der Arbeit bewältigen: Erfolg und eine Basis um künftig eine leitende Funktion zu erfüllen.

Herr Ramme, vielen Dank!

Studieren ohne Abitur – studieren neben dem Beruf: Über seine Erfahrungen spricht Patrick Ramme am 25. September 2018 anlässlich des Stifterabends der Hochschule. Der Wernigeröder arbeitet derzeit als Projekteinkäufer beim Elektromaschinen-Hersteller Krebs & Aulich.

Veröffentlicht am: 21.09.2018