FAQ

Allgemeines zur Wissenschaftlichen Weiterbildung

Ist das Studium auch ohne Hochschulreife möglich?

Laut Hochschulgesetz des Landes Sachsen-Anhalt (Quelle) können folgende Personengruppen ein Studium aufnehmen:

  • Meister und sonstige hochqualifizierende Fortbildungsabschlüsse (ohne Einschränkungen bei der Hochschulzugangsberechtigung)
  • sonstige beruflich Qualifizierte (hierbei handelt es sich um eine fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung; es muss mindestens ein Realschul- oder gleichgestellter Abschluss mit mindestens zweijähriger, einschlägiger, abgeschlossener Berufsausbildung und mindestens dreijähriger, einschlägiger Berufserfahrung nachgewiesen werden; eine Feststellungsprüfung ist erforderlich)
Welche Fördermöglichkeiten existieren?

Für die berufliche Qualifizierung stehen eine Reihe von Förderprogrammen, Studien- und Bildungskrediten oder Studiendarlehen zur Verfügung.

Fördermöglichkeiten im Überblick

Welche Fristen sind zu beachten?

Bewerbungsfristen für das Wintersemester (jeweils für das Jahr, in dem das Studium begonnen wird)

  • zulassungsbeschränkte Bachelorstudiengänge: bis 15. Juli (Wintersemester) / bis 15. Januar (Sommersemester)
  • zulassungsbeschränkte Masterstudiengänge: bis 15. Juni
  • berufsbegleitende Studiengänge und nicht zulassungsbeschränkte Studiengänge:
    in der Regel bis 31. August (Wintersemester) / 28.02. (Sommersemester)
  • die Fristen für Vorträge, Seminare und Module finden Sie direkt beim Lehrgang im Weiterbildungskonfigurator WIBKO
Welche Kosten fallen für eine wissenschaftliche Weiterbildung an?

Die Höhe der Kosten für die einzelnen Veranstaltungen finden Sie im Weiterbildungskonfigurator WIBKO. Daneben sollten Fahrt-, Übernachtungs- und Sachkosten (z. B. Bücher, Ausleihgebühren, Kommunikation) einkalkuliert werden.

Welche Übernachtungsmöglichkeiten bestehen vor Ort für die Präsenzzeit?

Rund um die Hochschulen finden Sie gute und auch günstige Pensionen und Hotels. Eine Liste der jeweiligen Übernachtungsmöglichkeiten finden Sie hier:

Hochschule Anhalt, Standort Köthen
Hochschule Anhalt, Standort Bernburg
Hochschule Anhalt, Standort Dessau
Hochschule Harz, Standort Wernigerode
Hochschule Harz, Standort Halberstadt
Hochschule Merseburg

Welche Weiterbildungsformate werden angeboten?

Das Angebot an wissenschaftlichen Weiterbildungen ist vielfältig. Es geht von einem Tag, über ein Wochenende hin zu einem ganzen Studium: Die „Essenz der Kompetenz“ aller drei Hochschulen sind individuell durchdachte berufsbegleitende Leistungspakete für Sie:

  • Vorträge, Workshops, Seminare und Tagungen ab einem Tag
  • Modul- und Zertifikatsangebote
  • berufsbegleitende Bachelor- und Masterstudiengänge

Eine Übersicht aller Angebote finden Sie in unserem Weiterbildungskonfigurator WIBKO.

Wie erfolgt die Anmeldung?

Für berufsbegleitende Studiengänge kann die Bewerbung online auf den Internetseiten der entsprechenden Hochschule oder per Post als Antrag auf Immatrikulation erfolgen.
Für alle anderen Formate finden sich die entsprechenden Links zur Anmeldung unter dem Angebot im Weiterbildungskonfigurator WIBKO.

Wie lange dauert die wissenschaftliche Weiterbildung?

Die Dauer richtet sich nach der ausgewählten Veranstaltung, von einem Tagesseminar bis hin zu mehreren Semestern in einem berufsbegleitenden Studiengang. In der Regel dauert z. B. ein Bachelorstudiengang sechs bis acht Semester, das Masterstudium zwei bis fünf Semester. Die genaue Dauer der einzelnen Veranstaltungen finden Sie in unserem Weiterbildungskonfigurator WIBKO

Berufsbegleitendes Studium

Können vor Aufnahme eines berufsbegleitenden Studiums bereits erbrachte Leistungen anerkannt oder angerechnet werden?

Es können Leistungen zum Beispiel aus einem früheren Studium oder weitere außerhochschulisch erworbene Qualifikationen/Qualifikationen aus der beruflichen Bildung auf das neu zu beginnende berufsbegleitende Studium angerechnet bzw. anerkannt werden. Den Studierenden werden hierdurch ECTS gutgeschrieben, welche es unter Umständen ermöglicht, in ein höheres Fachsemester einzusteigen. Die Studiendauer kann sich somit zum Teil erheblich verkürzen.

Was beinhaltet das Selbststudium?

Das Selbststudium beinhaltet alle Zeiten, die für Vor- und Nachbearbeitung der Lehrveranstaltung erforderlich sind. Dazu gehören z. B. Literaturrecherchen, Bibliotheksbesuche, Texte bzw. Exzerpte erstellen, die eigenständige Anfertigung bzw. Bearbeitung von Hausarbeiten, Gruppenarbeit, Prüfungsvorbereitung.

Was wird an Hardware/Software für ein berufsbegleitendes Studium benötigt?

Da Lehrveranstaltungsinhalte oftmals in Lernmanagementsystemen (z. B. Moodle) zur Verfügung gestellt werden, sind ein Internetanschluss sowie ein MS—Office-Paket erforderlich. Außerdem erhalten Sie von uns – wenn erforderlich – Skripte, Bücher und andere Unterlagen.

Was wird unter Workload verstanden? Was sind Credits?

Als Workload wird die studentische Arbeitsbelastung bezeichnet, die die Zeit während der Präsenzveranstaltungen und die Zeit des Selbststudiums einschließt. In den Modulhandbüchern ist der Workload in den ECTS (European Credit Transfer and Accumulation System) Punkten ausgewiesen. Ein ECTS Punkt entspricht einem Arbeitsaufwand zwischen 25 und 30 Stunden.

Welche Regelstudienzeit hat das berufsbegleitende Studium?
  • Bachelor: 6 – 7 Semester (abhängig vom Studiengang)*
  • Master: 2 – 5 Semester (abhängig vom Studiengang)*

    * Die Regelstudienzeit beinhaltet die Semesterzahl, die für das Absolvieren eines Vollzeitstudienganges benötigt wird.

Wie funktioniert ein berufsbegleitendes Studium?

Das berufsbegleitende Studium ist so konzipiert, dass es sich mit einer Vollzeit- oder Teilzeit-Berufstätigkeit vereinbaren lässt. Dabei werden meist die klassischen Präsenzphasen mit computer- bzw. internetbasierten Lehranteilen (E-Learning/Blended Learning) und Phasen des Selbststudiums kombiniert.

In den Präsenzphasen finden Vorlesungen, Seminare und Übungen statt. Vorlesungen dienen der Darstellung grundlegender Zusammenhänge und der Systematisierung theoretischen Wissens sowie der Methodologie wissenschaftlicher Arbeit. In ihnen werden abgegrenzte Stoffgebiete unter Heranziehung neuer Forschungsergebnisse in übersichtlicher Form dargestellt. Die Vermittlung von Lehrinhalten im Seminar erfolgt durch Dialog- und Diskussionsphasen zwischen Lehrenden und Studierenden. In Übungen wird der Lehrstoff in systematischer Weise durchgearbeitet. Lehrende leiten die Veranstaltungen, stellen Aufgaben und bieten Lösungshilfen an. Die Studierenden arbeiten einzeln oder in Gruppen.

Wie werden Fragen, die sich während des Selbststudiums ergeben, beantwortet?

Die DozentInnen beantworten Fragen per E-Mail – auch außerhalb der Präsenzzeiten.

Wie werden vorher erbrachte Leistungen anerkannt oder angerechnet?

Dies ist auf Antrag vor Beginn der entsprechenden Veranstaltung und nach individueller Prüfung durch den Prüfungsausschuss möglich.

Wieviel Zeit muss pro Woche für ein berufsbegleitendes Studium eingeplant werden?

Neben den Präsenzzeiten sind Selbststudienzeiten einzuplanen. Bei allen berufsbegleitenden Angeboten wird pro Woche mit einem Zeitaufwand von 10 – 20 Stunden gerechnet.

Das Projekt

An welche Zielgruppe richtet sich das Projekt?
  • kleine und mittelständische Unternehmen (KMU)
  • Berufstätige mit Hochschulzugangsberechtigung
  • Berufstätige ohne reguläre Hochschulzugangsberechtigung (z. B. MeisterInnen, Fachwirte, TechnikerInnen, Berufstätige mit Fort-/Aufstiegsfortbildungen)
  • Berufstätige mit Familienverpflichtungen
  • BerufsrückerkehrerInnen (u .a. Alleinerziehende oder pflegende Angehörige)
  • Multiplikatoren und Experten (Leitprojekte, Agentur für Arbeit, Verbände)
  • Interessenten an berufsbegleitender Weiterbildung
Welche Hochschulen sind am Verbundprojekt beteiligt?

Das Projekt „Wissenschaftliche Weiterbildung für KMU in Sachsen-Anhalt 2017 – 2019“ ist eine gemeinsame Initiative von drei Weiterbildungsstandorten: der Hochschule Anhalt, der Hochschule Harz und der Hochschule Merseburg.

Welche Leistungsschwerpunkte beinhaltet das Projekt?
  • Einsatz von Beratungstools für die Ermittlung einer passgenauen Weiterbildung:
    Mit einem Kompetenzeinschätzungsverfahren werden die Ansprüche der Führungsebene mit den Qualifikationen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Hilfe von Anforderungsprofilen verglichen. Dieser Soll-Ist-Vergleich hilft fachliche Kompetenzlücken aufzudecken. Im anschließenden Beratungsgespräch erfolgt gemeinsam mit dem Unternehmen die Entwicklung von maßgeschneiderten Weiterbildungsangeboten.
    (Federführung Hochschule Merseburg)
  • Unterstützung bei der Anrechnung außerhochschulisch erworbener Kompetenzen:
    Das Verfahren wird den Prozess der Anrechnung von beruflichen Aufstiegsfortbildungen, Weiterbildungszertifikaten oder langjährige Berufserfahrung vereinfachen.
    (Federführung Hochschule Harz)
  • Entwicklung des Weiterbildungskonfigurators WIBKO zur Recherche passender Angebote auf der Basis bereits vorhandener Kompetenzen:
    Der Weiterbildungskonfigurator wird u. a. in einem gemeinsamen Katalog alle Weiterbildungsangebote der drei Hochschulen vom Tagesseminar bis hin zu berufsbegleitenden Studiengängen beinhalten. Zusätzlich kann Interessenten – in Abhängigkeit seiner individuellen Lebenssituation, des bisherigen Fachwissens sowie des beruflich anvisierten Karriereziels – mögliche Weiterbildungsangebote suchen, kombinieren bzw. konfigurieren lassen.
    (Federführung Hochschule Anhalt)
Welche Vorteile ergeben sich aus dem Verbundprojekt?

Durch die hochschulübergreifende Zusammenarbeit entsteht u. a. eine neue Qualität in der Weiterbildungsberatung, in der Entwicklung neuer Weiterbildungsangebote sowie im Informationsangebot.

Welche Weiterbildungsformate werden angeboten?

Ein Tag, ein Wochenende oder ein ganzes Studium: Die „Essenz der Kompetenz“ aller drei Hochschulen sind individuell durchdachte berufsbegleitende Leistungspakete für Sie:

  • Vorträge, Workshops, Seminare und Tagungen ab einem Tag
  • Modul- und Zertifikatsangebote
  • Bachelor- und Masterstudiengänge
Welche weiteren Vorteile ergeben sich für Unternehmen und Weiterbildungsinteressenten?
  • umfangreiches hochschulübergreifendes Angebotsportfolio durch die Kombinierbarkeit der verschiedenen Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Wissen – aktuell und aus erster Hand von HochschuldozentInnen sowie ExpertInnen aus der Praxis
  • Studieren in passgenauer Mischung aus den verschiedenen Lernformen
  • Präsentations- und Tagungsmöglichkeiten in modernen Seminarräumen, Hörsälen sowie exzellent ausgestatteten Laboren für Studierende und Unternehmen
  • leichter Zugang zu Netzwerken der Hochschulen, wie z. B. Alumni, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Verbände
Wie finanziert sich das Projekt?

Das Projekt „Wissenschaftliche Weiterbildung für KMU in Sachsen-Anhalt 2017 – 2019“ wird unter Beteiligung der Hochschulen auch im Rahmen des Operationellen Programms aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt gefördert.

Wie wird der aktuelle Weiterbildungsbedarf ermittelt?

Durch einen aktiven Austausch und fortlaufende Gespräche mit kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Weiterbildungsinteressierten wir der aktuelle Bedarf ermittelt und daraus passende Angebote an den Standorten in Köthen/Bernburg/Dessau, Halberstadt/Wernigerode sowie Merseburg entwickelt. Dabei wird auf eine ausgewogene Mischung der verschiedenen Lernformen (E-Learning, Seminare in kleinen Gruppen usw.) Wert gelegt. Zur Qualitätssicherung führen die Hochschulen kontinuierlich Evaluierungen durch.

Begriffserklärungen

Berufsbegleitendes Studium

Ein berufsbegleitendes Studium ermöglicht es Berufstätigen, neben dem Beruf zu studieren. Neben dem theoretischen Wissen werden hier die beruflichen Erfahrungen der Weiterbildungsstudierenden mit einbezogen. Nähere Informationen zu den berufsbegleitenden Studiengängen finden Sie unter der entsprechenden Rubrik.

Zielgruppe von berufsbegleitenden Bachelor- und Masterstudiengänge sind insbesondere Berufstätige, die

  • zukünftig Führungsaufgaben übernehmen wollen,
  • neue Aufgabenfelder in ihrem Beruf bzw. eine Spezialisierung anstreben,
  • sich akademisch weiterbilden wollen,
  • in einem Berufsfeld arbeiten, das sehr spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten und somit eine ständige Auffrischung/Aktualisierung erfordert.
Modulangebote

Vorträge, Workshops, Seminare und Tagungen sind kurze Qualifizierungsangebote, welche keine Immatrikulation oder Hochschulzugangsberechtigung erfordern. Sie sind offen für alle Interessierten, die den inhaltlichen Anforderungen entsprechen. Die Teilnehmer erhalten eine entsprechende Teilnahmebescheinigung.

Module

Ein Modul ist ein inhaltlich zusammenhängender Lehr- und Lernabschnitt, der durch eine Prüfungsleistung oder sonstige überprüfbare Studienleistungen abgeschlossen werden muss. Diese können nach Abschluss gegebenenfalls auf einen Studiengang angerechnet werden.

Vorträge, Workshops, Seminare und Tagungen

Vorträge, Workshops, Seminare und Tagungen sind kurze Qualifizierungsangebote, welche keine Immatrikulation oder Hochschulzugangsberechtigung erfordern. Sie sind offen für alle Interessierten, die den inhaltlichen Anforderungen entsprechen. Die Teilnehmer erhalten eine entsprechende Teilnahmebescheinigung.

Zertifikatsangebot

Bei einem Zertifikatsangebot handelt es sich um modularisierte Zusatzangebote, die nicht Bestandteile eines Studienganges sind. In der Regel werden diese durch eine Prüfungsleistung abgeschlossen und nach erfolgreichem Ergebnis mit ECTS bewertet. Module können auch ohne Prüfung mit einer Teilnahmebestätigung ohne ECTS beendet werden.

Das Projekt "Wissenschaftliche Weiterbildung für KMU in Sachsen-Anhalt 2015 - 2019" wird im Rahmen des Operationellen Programms aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt gefördert.

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